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Im hell-durchsichtigen Grün der Weinberge, im bläulichen Grün der Olivenhainen, im dunkeln Grün der Zitruspflanzungen drängt sich das Kalkweiße der ischitanischen Häuser ein, die dem gesamten Landschaftsbild durch menschlichen Gegenwart ein Hauch an Magie verleiht. Das Meer, dann, das blaue, klare Meer, das die schöne Insel Ischia mit seiner Reinheit immer noch umgibt! Wasser, Feuer, Luft und Erde, die vier Wurzeln Empedokles, befinden sich auf ISCHIA, wo, unter einem blauen Himmel und inmitten eines immer noch blauen Meeres, eine unglaublich schöne Fleck Erde liegt, die sich dank dem Feuer ihres Ruhevulkans, (des Epomeos) über Wasser hält. Der Epomeo offenbart sich durch seine zahlreichen "Fumarolen" und die thermomineralen Wasser, die auf der ganzen Insel präsent sind. Selbstverständlich erschöpfen sich die Naturschönheiten Ischias nicht mit den Landschaften: die Reeden, die Einbuchtungen, die bequemen Strände, die Häfen, der hohe Fels entlang den Küsten, die Vegetation, die Vielfältigkeit der Pflanzen, die Pinienhaine, die Unmenge von bunten Blumen, machen ISCHIA vom Meer bis in die Bergen eine der schönsten Inseln in einem der schönsten Ländern der Welt. Ischia teilt sich in sechs Gemeinden: Ischia, Casamicciola Terme, Lacco Ameno, Forio, Serrara Fontana und Barano und hat eine gemeinsame Bevölkerung von etwa 50.000 Einwohnern. Ischia stellt die wichtigste Ortschaft dar und besteht aus dem kaufmännischen Porto- (Hafen) und dem Ponte- (Brücke) Gebiet, wo das Aragona Schloß das alte, charakteristische Fischerdorf beherrscht. Der eindrucksvolle Hafen Ischias ist in der Wirklichkeit den Krater eines erloschenen und eingestürzten Vulkans, der einen See schuf. Erst 1854 ließ Ferdinand II. von Bourbon einen Verbindungsweg zum Meer öffnen, somit entstand der heutige Hafen Ischias. Das Gebiet Ischias erlebte das letzte, vulkanische Ereignis der Insel: im Jahre 1301 spaltete sich ein Krater in der Fiaiano Zone und ein Lavafluß fiel bis zum Meer ab, indem er Häuser und Felder bedeckte und die jetzige Punta (Landzunge) Molino schuf. Es ginge um eine so lange und starke Erscheinung, daß die Einwohner die Insel für zwei Jahre verlassen mußten. Erst 1853 verwirklichten die Bourbonen eine Pinienaufforstung, die noch heute ermöglicht, mehrere Pinienhaine bewundern zu können. Die im Westen liegende Gemeinde von Forio darf sich vieler von einem naturalistischen Gesichtspunkt eindrucksvollen Ortschaften rühmen. Übrigens handelt es sich um eine wichtige Weinbaugegend, da hier fast 60% der örtlichen Weinproduktion entsteht. Charakteristisch sind die in Terrassen angelegten Hügel für den Weinbau sowie die typischen Trockenmauern, die aus Tuffstein bestehenden "parracine", der auf dieser Seite der Insel besonders reichlich vorhanden ist. In der Nähe von Forio befinden sich zwei wunderschöne Strände, Citara (AB4) und Cava dell'isola, sowie wichtige Thermalquellen in Citara und in der Bucht von Sorgeto, wo es möglich ist, das ganze Jahr in den warmen Quellen zu baden. Schon in der Vergangenheit war Casamicciola Terme dank ihren Thermalbädern berühmt, derer Wasser besonders rein und heilsam sind. Im 19. Jahrhundert hielten sich viele rennomierte Persönlichkeiten auf, um ihre Kuren in den örtlichen Thermalanlagen zu genießen. Diese Gemeinde ist aber auch wegen der Schicksalsschläge bekannt, von denen sie getroffen wurde: ein schreckliches Erdbeben zerstörte 1883 das ganze Städtchen und die Insel im allgemeinen trug ungeheuere Schaden davon: etwa ein Drittel der Inselbewohner starb. Casamicciola ist noch heute die Inselgegend mit höchster Erdbebengefahr, da sie auf einer tiefen, unterirdischen Verwerfung liegt. Hinter ihrem Zentrum befinden sich Pinien- und Kastanienhaine, von wo mehrere Aufstiegspfade zum Epomeo Berg beginnen. Die Gemeinde von Lacco Ameno darf sich auch über wichtige Thermalanlagen (die Thermalbäder Rizzoli) rühmen, darüber hinaus spielte die Geschichte in dieser Gegend eine ebenfalls bedeutende Rolle. Es wurden die Überreste einer griechischen Einsiedlung gerade in dieser Ortschaft entdeckt, die die Anwesenheit der griechischen Kultur beweisen, zurückreichend auf das Jahr 757 v.Chr. Die Ausgrabungen von Prof. Buchner in den '60er Jahren haben die Überreste einer Nekropole sowie viele Funde (den Nestorbecher) ans Licht gebracht, die die Anwesenheit der griechischen Kolonisatoren Euböer beweisen. Ein kleines Museum ermöglicht auch, das unterirdische Gewölbe der Kirche von Santa Restituta zu besichtigen, das die Grundmauer einer alten Kathedrale der frühchristlichen Zeit sowie Katakomben verbergt. Das Klima der Insel gehört dem gemäßigten, warmen und trockenen, mediterranen Klima zu. Die durchschnittlichen Niederschläge betragen ca. 985 mm. pro Jahr. Die besondere orographische Beschaffenheit der Insel bestimmt Gebieten mit verschiedener Regenmenge, indem sie eine Umkehrung der Niederschläge verursacht, die reichlicher auf im Norden, Nord-Osten und unter Wind liegenden Hang sind. Der Epomeo Berg, mit seiner beschränkten Höhe, ist nicht in der Lage, dem freien Lauf der Luftströme zu widersprechen, folglich beeinflußt er nur ihre Erhebung, die auf der Höhe von der Insel beginnt, während das Kondensationsverfahren seine volle Entwicklung auf der Vertikale der Insel selbst erreicht. Die im Frühling typischen Winde, die Wolken und Dämpfe mit sich bringen, sind die südlichen Schirokko und Südwestwind. Andere häufige atmosphärischen Erscheinungen sind die Frühlingsreifen und die gelegentlichen Fröste, sowie die Mistralbrisen während der sommerlichen Monate. Das Meer bringt sowohl positive Wirkungen als auch negative Folgen. Die thermomineralen Wasser fließen von den unterirdischen Speicherbecken aus, die von den Niederschlägen gespeist werden: das von den Niederschlägen stammende Wasser fließt in den Untergrund der porösen Böden und erreicht die Speicherbecken, die von den im Untergrund liegenden Wärmequellen erwärmt werden; die Wasser verwandeln sich in Dampf und erreichen wieder die Erdoberfläche. Die Dämpfe erwärmen oberflächliche Speicherbecken, die somit die Quellen von thermomineralen Wassern erzeugen. Sie werden auf diese Weise benannt, da sie sich mit den im Boden enthaltenen Mineralien bereichern, bevor sie bis in die Erdoberfläche auftauchen. Aus diesem Grund gibt es Verschiedenartigkeit in der chemischen Zusammensetzung der Thermalwasser, da die Bodennatur sich unterscheidet. In der Folge wird eine Klassiertafel der auf der Insel vorhandenen Wasser.
Die Termperaturen der Mineralwasser weichen zwischen ca. 15°C und 86°C ab (sie werden wie folgt eingeteilt: kalte, hypothermale, thermale und hyperthermale Wasser), übrigens besteht eine gemeinsame Eigenschaft: das Vorhandensein natürlicher Radioaktivität. Die Inselquellen zeigen die Konzentration kleiner Mengen eines Edelgases: das Radon. Seine Anwesenheit ist nicht schädlich, da es eine sehr labile Eindringkraft hat (ein Papierblatt ist tatsächlich in der Lage, es zu hemmen) und hat darüber hinaus eine äußerst kurze Lebensdauer, die keine Ablagerungsperiode ermöglicht. Es wurde bewiesen, daß es eine positive Wirkung auf unseren Körper entwickeln kann, indem es die physiologischen Funktionen verbessert, so daß man es auch bei verschiedenen klinischen Anwendungen benutzt. Ziel der modernen Thermalmedizin ist es nicht nur, den Körper von mehr oder weniger schweren Krankheiten und Beeinträchtigungen zu heilen, sondern auch dazu beizutragen, ein psychisch-physiches Gleichgewicht zu finden durch Nutzung der ästhetischen Dimension der Behandlungen. In diesem Zusammenhang werden die Thermalwasser zu wirksamen Bestandteilen von Kosmetikprodukten: die Oligobestandteile, an denen die Bromsalz-und Schwefelwasser der Grünen Insel reich sind, haben zahlreiche direkte und indirekte (durch den durch Algen und Bakterien vorgenommenen Wandlungsprozess der Thermalwasser) positive Wirkungen auf das Hautbild mit keratoplastischer und keratolytischer (enthornender), hauttalgregulierender, abschwellender und antiseptischer (reinigender) Wirkung.
BEWEGUNGEN ZU FUß ODER MIT DEM FAHRRAD Ischia ist eine ziemlich ausgedehnte Insel (ca. 80 km von Straßennetz) und ist es ratsam, sich nur in den Stadtzentren oder entlang den Landwegen zu Fuß zu bewegen. |
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